Kooperation Phytopharmaka

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World Health Organisation (WHO)

In vielen Ländern der Erde, vornehmlich in Entwicklungsländern, wird die Pflanzenwelt vor Ort traditionell zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Das Anliegen der WHO ist es, außereuropäischen Ländern, vorzugsweise Ländern der dritten Welt, Zugang zu den wissen­schaftlichen Erkenntnissen über Pflanzen und Pflanzenzubereitungen zu ermög­lichen. Sie stellte eine Pflanzenliste von wichtigen Pflanzen im weltweiten medizini­schen Gebrauch zusammen und gab für diese Pflanzen eine Zusammenstellung und Bewertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Auftrag. Inzwischen sind für insgesamt 133 Pflanzen bzw. Drogen die erarbeiteten Daten in Form von Drogenmonographien publiziert worden: WHO monographs on seleceted medicinal plants, Vol. 1 (1999) mit 28 Monographien, Vol. 2 (2002) mit 30 Monographien, Vol. 3 (2007) mit 32 Monographien, Vol. 4 (2009) mit 28 Monographien; außerdem WHO monographs on medicinal plants commonly used in the Newly Independent States (NIS), erschienen 2010, mit 15 neuen Monographien (Stand 09/2018). Die Bücher können auf der Website der WHO eingesehen werden.

Die WHO-Monographien enthalten ähnlich wie die Monographien der Kommission E und der ESCOP Angaben zu Inhaltsstoffen (inkl. chemischer Strukturen), Anwendungsgebieten, Pharmakologie, Toxikologie sowie zu Nebenwirkungen, Kontraindikationen und andere Warn­hinweise. Darüber hinaus enthalten die WHO-Monographien detaillierte Beschrei­bungen der Qualitätsanforderungen. Dies ist für Länder, die keine fest­geschriebenen Qualitätskriterien (z. B. in Form von Arzneibuchmonographien), besitzen, sehr interessant und hilfreich.